Ferien an der Adria: Fitness und Lebenslust am längsten Sandstrand Europas
Sinnliche Lebensfreuden - für den Adriaurlauber heißt das zunächst einmal, sich in der warmen Sonne, im warmen Sand, im warmen Meer aalen, Leute kennen lernen, tanzen, spielen, gucken - und natürlich wunderbar essen: frisch gegrillten Fisch, Pasta, Pizza und piadina, diesen für die Romagna typischen Fladen mit Schinken, Käse oder gar Nutella, dazu die guten Weine des Hinterlands.
Derzeit sind die Adriabäder angesagt wie schon lange nicht mehr, und das nicht nur bei Familien, Jugendlichen und der älteren Generation, sondern gerade auch beim Publikum der 20- bis 40-Jährigen, die es sonst eher an exotischere Strände treibt. Das Angebot wird aber auch immer vielfältiger: Die derzeitigen Trends sind Fitness und Entdeckungen in der Natur und im Hinterland. Und auch hier überschlägt sich die Adria vor Superlativen. Sport und Fitness jeder Art wird ganz groß geschrieben, Traditionelles wie Tennis und Segeln, Strandsport wie Beachvolleyball und Frisbee, Surfen oder Tauchen.
An den felsigen Küsten (ja, auch die gibt es an der Adria!) wie bei Triest und am Monte Conero finden sich wunderschöne Tauchgründe. Und viele Badeanstalten in Lignano, Jesolo, Rimini und Riccione bieten moderne Fitnessgeräte an, an denen man sich unter der Sonne abarbeitet. Asiatische Massagemeister und Bodypainter wandern den Strand entlang und bieten ihre Dienste an, zwischen den Liegestühlen kann man an Yoga-, Tai-Chi- oder Aerobicsessions teilnehmen. Auch nach dem Sonnenbaden hört das Strandleben nicht auf, in den Bars der Badeanstalten trifft man sich zur Happy Hour zum Aperitif, zu spaghetti alle vongole, zu Livemusik.
Ganz im Trend liegen auch Ausflüge in die Natur, ob auf dem Rad, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Boot - etwa in die geheimnisvollen Welten des Podeltas und der Lagunen von Venedig, von Grado, von Marano: amphibische Welten halb aus Wasser, halb aus Land, aus Inseln, aus Brackteichen, Salzgraswiesen, Nehrungen, aus flachen Feldern und Deichen.
Und hin und wieder lässt man einen Tag Strand aus und sucht nach den Hinterlassenschaften der Geschichte und Geschichten am Adriameer. Damit ist nicht nur die phantastische Seerepublik Venedig gemeint, sondern auch die Hafenstadt Triest mit ihrer bis in die Römerzeit zurückreichenden Vergangenheit und ihrem Habsburger Flair aus klassizistischen Palazzi und gemütlichen Kaffeehäusern. Gemeint sind auch die Spuren der mittelalterlichen Langobarden in Cividale del Friuli, die wunderbaren alten Kirchen des frühen Christentums mit ihrer Steinmetz- und Mosaikpracht in Grado, Aquileia, Pomposa und vor allem in Ravenna.
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